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Wirtschaft
Die wirtschaftliche Entwicklung Blumenthals war eng mit der Stadt Bremen verknüpft. Der Weserstrom und die mit der Schiffahrt einhergehenden Gewerbe und Berufe hatten starken Einfluss auf die landwirtschaftliche Struktur und die wirtschaftliche Ausrichtung der Region. Blumenthlaler Strassenamen wie Reepschlägerstrasse, Takelbasweg oder Küferstrasse weisen noch heute auf diese für den Ort traditionsreichen Gewerbe hin.
Zu Beginn des des 19. Jahrhundert zog der der aufkommende Welthandel ein grosses Frachtaufkommen auf der Weser nach sich. Die Weser war damals jedoch so versandet, dass die Kaufleute nach der Gründung Bremerhavens 1830 gezwungen waren, ihre Waren auf kleinere Schiffe umzuladen. Eine rege Kahnschiffahrt entstand und in Blumenthal, Flethe und Rönnebeck wurde eine Reihe von Werften gegründet. Die Einwohnerzahl stieg erheblich an.
Die Gründung der Bremer Wollkämmerei 1884 brachte eine grundsätzliche Strukturveränderung der gesamten Region mit sich. Durch den Zuzug vieler hundert Arbeitskräfte aus dem Reichsgebiet, vor allem den Ostgebieten, wuchs die Bevölkerung um das Zehnfache.
Die aufstrebende Industrie verlangte nach verbesserten Verkehrsanbindungen. So wurde 1888 die Eisenbahnlinie Farge-Vegesack eröffnet. Blumenthal bekam einen Bahnhof, Haltestellen wurden an der Mühlenstrasse und der Nordstrasse (heute Besanstrasse) eingerichtet. Die Kahnschiffahrt hingegen nahm nach Beendigung der Weserkorrektion 1895 stark ab. Ab 1925 wurde zwischen Blumenthal und Vegesack ein Omnibusdienst eingerichtet.
Die heutige Wirtschaftsituation in Blumenthal ist schwierig. Bereits 1953 musste die 1852 gegründete Steingutfabrik Witteberg schliessen, die Bremer Wollkämmerei leidet teilweise unter schwierigen Absatzbedingungen. Ein schwerer Schlag für die Region war der Konkurs des Bremer Vulkan 1997.
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